Babys erstes Abendessen – der Milchbrei

Gegen Ende des 6. Monats kann die 2. Breimahlzeit eingeführt werden, der Milchbrei. Von vielen Eltern wird dieser Moment sehnlich herbeigeführt, in der Hoffnung, dass ihr Baby mit einem vollen Bauch von nun an durchschläft. Nun, manchmal klappt es, manchmal leider auch nicht.

Beim Abendbrei stellen sich in erster Linie drei Fragen, welche Milch soll ich verwenden, welches Getreide ist das Richtige für mein Baby und welche Art von Getreideflocken sind die besten?

Zur Milch, ab dem 6. Monat verträgt ihr Baby 200 ml Kuhmilch, also genau die Menge, die im Abendbrei enthalten ist. Bereiten Sie den Abendbrei am besten mit 200 ml Vollmilch zu, der natürliche Fettgehalt sollte bei 3,5 bis 3,8 Prozent liegen. Wählen Sie idealerweise pasteurisierte Frischmilch, H-Milch (ultrahocherhitzt) ist weniger gut geeignet und sollte nur in Ausnahmefällen Verwendung finden. Auch Rohmilch oder Vorzugsmilch ist nicht geeignet, sie kann für ihr Ihr Baby gefährliche Keime enthalten und muss vor der Verwendung grundsätzlich abgekocht werden.

Zunächst wird der Milch-Getreide-Brei als Halbmilch-Getreide-Brei zubereitet. Das heißt, Sie verwenden zunächst nur 100 ml Vollmilch und strecken diese mit zusätzlich 100 ml Wasser. Die Milchmenge wird täglich in kleinen Mengen erhöht, bis Sie kein Wasser mehr zusetzen müssen und den Brei komplett mit 200 ml Vollmilch zubereiten. Bis zum 6. Lebensmonat sollten Sie die Milch vor der Verwendung immer einmal aufkochen lassen. Nach dem 6. Monat können Sie darauf verzichten.

Keine Vollmilch sollten Sie verwenden, wenn ein Elternteil oder sogar beide Elternteile Allergiker sind, dann greifen Sie besser auf HA-Nahrung zurück. Hierzu kochen Sie die Getreideflocken zunächst mit 200 ml Wasser auf bzw. rühren die Instantflocken in das aufgekochte und auf ca. 50 °C abgekühlte Wasser ein. Nach dem Abkühlen wird nun das Milchpulver eingerührt. Bei der Breizubereitung mit HA-Milchpulver passiert es leicht, dass sich der Brei wieder verflüssigt, deshalb sollte er, wenn möglich, am besten rasch verzehrt werden. Falls Sie von dem Brei kosten, wundern Sie sich nicht über einen leicht bitteren Geschmack, dieser kommt durch das HA-Milchpulver. Der Eiweißanteil der HA-Milch wird durch ein spezielles Verfahren aufgespalten, um allergische Abwehrreaktionen des Babys zu minimieren. Diese Aufspaltung der Eiweiße führt zu einem bitteren Geschmack.

Als Getreide eignet sich wunderbar Hafer, Dinkel, Weizen, Gerste, Hirse und Reis. Zur Breizubereitung können Sie sehr gut spezielle Instant-Vollkornflocken für Babys verwenden. Diese werden einfach in die erwärmte Milch (oder in das Wasser, bei der Zubereitung mit HA-Milchpulver) eingerührt. Ebenso gut können Sie aber auch Getreideflocken (z.B. feine Haferflocken oder zu Beginn auch Schmelzflocken) oder Dinkelvollkorn- bzw. Weizenvollkorngries verwenden. Die Getreideflocken ebenso wie den Gries, kochen Sie direkt mit der Flüssigkeit auf und lassen das Ganze einige Minuten ausquellen.

Zur besseren Eisenaufnahme geben Sie nun noch etwas Obst hinzu. Sofern das Obst weich genug ist, sollte es roh gegeben werden, da beim Kochen wichtige Vitamine zerstört werden. Härteres Obst lässt sich mitunter gut klein reiben (wie z.B. Apfel) oder Sie können es alternativ Sie beim selbstgekochten Brei kurz mitköcheln lassen. Wenn es mal schnell gehen muss, können Sie auch etwas Obstmus aus dem Gläschen hinzugeben.

Generell gilt, der Milch-Getreide-Brei sollte nicht gesüßt werden.

 

Grundrezept Mich-Getreide-Brei

200 ml Vollmilch (3,5 % Fett), beim Halbmilch-Getreidebrei zunächst nur 100 ml Milch plus 100 ml Wasser

25 g Instant-Getreideflocken

etwas frisches Obst oder 2 EL Fruchtpüree

Die Milch aufkochen und auf ca. 50 °C abkühlen lassen. Anschließend in einen tiefen Teller oder ein kleines Schälchen geben. Die Instant-Getreideflocken einrühren, gut umrühren und auf Verzehrtemperatur abkühlen lassen. Direkt vor dem Essen noch das Obstpüree hinzufügen und unterrühren.

TIPP: Wird der Brei mit Haferflocken zubereitet, nehmen Sie einfach 3 EL zarte Haferflocken, kochen diese in der Flüssigkeit auf und lassen den Brei etwas quellen.

 

 

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