Aus der Wissenschaft: Mandeln für eine gute Darmgesundheit

Mandeln sind nicht nur lecker, sondern auch äußerst gesund. Sie verfügen über gesunde Fette, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken und unsere Blutgefäße gesund halten. Zudem enthalten Mandeln viele wichtige B-Vitamine, wie Biotin, Riboflavin und Niacin. Und sie sind reich an Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium, Eisen, Mangan und Kupfer.

Was jedoch weniger bekannt ist, ist, dass Mandeln auch gut für unsere Darmgesundheit sind und als wirksame Präbiotika eingesetzt werden können. So können feingemahlene Mandeln das Wachstum von probiotischen Bakterien im Darm stimulieren.

In unserem Darm leben eine Vielzahl verschiedener Bakterienstämme. Es gibt solche, die eine schädliche Wirkung enthalten und uns krankmachen. Es gibt aber auch Bakterienstämme, die eine für uns gesundheitsförderliche Wirkung haben. Diese können unsere Abwehrkräfte stärken, indem sie für eine gesunde Darmflora sorgen. Und hier konnte gezeigt werden, dass Mandeln das Wachstum dieser gesundheitsförderlichen Bakterien fördern. Verantwortlich für diesen positiven präbiotischen Effekt der Mandeln werden die enthaltenen Fette gemacht. Wurden den Mandeln im Versuch der Fettgehalt entzogen, so konnte der positive Effekt für unsere Gesundheit nicht nachgewiesen werden.

Aber nicht nur der Verzehr gemahlener Mandeln, sondern auch der Verzehr ganzer Mandeln und ebenso der Verzehr von Mandelhäuten wirkt sich positiv auf die Darmflora aus. In einer Interventionsstudie haben 48 gesunde Probanden über einen Zeitraum von sechs Wochen täglich 56 g geröstete Mandeln gegessen. Eine Kontrollgruppe hat über diesen Zeitraum kommerzielle Probiotika (sogenannte Fructoseoligosaccharide) zu sich genommen.  Nach sechs Wochen zeigt sich folgendes Ergebnis: Die Personen, die täglich Mandeln (oder Mandelhäute) gegessen haben, wiesen im Vergleich zur Kontrollgruppe in ihrer Darmflora eine deutlich höhere Mange an Bifidobakterien und Lactobacillen auf. Die Bakterien sind insbesondere für eine gute Verdauung wichtig. Ebenso sorgen sie für einen gesunden Bakterienmix im Darm. Die Studie zeigt, dass durch den Verzehr von Mandeln eine Enzym (ß-Galactonidase) stark ansteigt. Dieses Enzym fördert unsere Darmgesundheit, gebildet wird es insbesondere durch Bifidobakterien und Lctobazillen. Gleichzeitig konnte gezeigt werden, dass die Aktivität von Enzymen abnimmt, die schädliche Bakterien produzieren.

Mit anderen Worten, Mandeln fördern einerseits die Entstehung gesunder Bakterium in unserem Darm und reduzieren andererseits gesundheitsschädliche Stoffe im Darm. Also, snacken Sie öfters mal Mandeln, Ihre (Darm-) Gesundheit wird es Ihnen danken.

 

ERNÄHRUNG.Blog-TIPP

Mandeln und Nüsse haben einen hohen Fettgehalt, ihre Haltbarkeit hängt somit entscheidend von der richtigen Lagerung ab. Wichtig ist, dass Fett darf nicht ranzig werden. Dementsprechend sollten Nüsse kühl (10-18° C ist optimal), dunkel, trocken und gut verpackt gelagert werden. In einer fest verschlossenen Dose sind Nüsse im Kühlschrank maximal vier Wochen haltbar. Geschält Nüsse können auch gut eingefroren werden. Tiefgekühlt sind sie bis zu einem Jahr haltbar.

 

Literatur
Mandalari, Neuno-Palop, Bisigano et All. Potential prebiotic properties of almond seeds. Applied and environmental microbiology 2008, 74 (14): 4264
Yiu et al. Prebiotic effects of almonds and almond skins on intestinal microbiota in healthy adult humans. Anaerobe 2014, 26,1-6.

 

 

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