So schmeckt der Sommer – Heidelbeeren gesund und lecker

Am Wochenende haben wir einen Familienausflug in den Schwarzwald gemacht und auf dem Rückweg Waldheidelbeeren gesammelt. Das Sammeln der zum Teil winzig kleinen Beeren war mühsam und die Ausbeute überschaubar. Aber wir wurden belohnt mit einem unvergleichlichen, intensiven Aroma. Waldheidelbeeren schmecken süß-sauer und sind sehr saftig, was wir auch beim Pflücken gemerkt haben.

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Aber egal ob Waldheidelbeeren oder die bekannten etwas größeren Kulturheidelbeeren, die kleinen Früchte schmecken einfach lecker und versüßen uns den Sommer mit ihrem wunderbaren Aroma. Die Beeren sind tiefblau bis violett gefärbt und haben einen süßen, manchmal auch würzigen Geschmack. Heidelbeeren gelten als gesund, sie werden sogar als Gesundheitswunder und wahres Superfood angepriesen. Was steckt dahinter und was ist es, dass die Heidelbeere so gesundmacht.

Heidelbeeren sind kalorienarm, ein kleines Schälchen (125 g) hat nicht einmal 70 kcal. Dafür aber viele Ballaststoffe, kein Cholesterin, viel Vitamin C, Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Die Heidelbeere verfügt über viele Gerbstoffe und besonders wichtig für unsere Gesundheit, die Heidelbeere ist reich an Anthocyanen. Bei Heidelbeeren gilt, je dunkler ihre Farbe, desto größer ihre gesundheitliche Schutzwirkung. Verantwortlich für ihre intensive blaue Farbe sind die Anthocyane. Anthocyane sind sekundäre Pflanzenstoffe, die zu den Antioxidantien gehören. Sie schützen unseren Körper vor schädlichen freien Radikalen und verleihen der Heidelbeere das Etikett „Superfood“.

Heidelbeeren gehören zur Familie der Heidekrautgewächse. Es gibt mehrere Sorten von Heidelbeeren. Im Supermarkt erhalten wir die recht großen Früchte der Kulturheidelbeere. Ihre Sträucher werden bis zu zwei Meter hoch. Waldheidelbeeren (Bild unten) hingegen tragen eher kleine Früchte. Die Sträucher werden nur 20 bis 50 cm hoch und sind in Nadelwäldern, Heiden und Hochmooren zu finden.

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Was kann das Superfood?

Heidelbeeren haben viele positive Wirkungen auf unsere Gesundheit. Sie beugen Arteriosklerose, Bluthochdruck, Augenerkrankungen und Diabetes vor. Die blauen Beeren senken schlechte Cholesterinwerte und durch ihre Anthocyane schützen sie vor Krebserkrankungen. Zudem stärken Heidelbeeren unser Immunsystem, regen die Verdauung an, während getrocknete Heidelbeeren gut gegen Durchfall sind.

Doch Heidelbeeren sind nicht nur ein Superfood, durch ihren hohen Gehalt an Vitamin C und E sind sie auch ein wahres Beautyfood. Vitamin C kurbelt die Produktion von Kollagen an, welches unsere Haut quasi von innen aufpolstert und somit für schöne glatte Haut sorgt und zusammen mit Vitamin E die Haut vor freien Radikalen schützt.

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Verwendungsmöglichkeiten

Heidelbeeren sind ein idealer Snack und schmecken schon pur ganz hervorragend. Ich liebe Heidelbeeren aber auch im Joghurt, Müsli, Porridge, verbacke sie mit im süßen Brot oder verwende sie als Brotbelag. Aber auch in Smoothies, Muffins und Kuchen schmecken Heidelbeeren wunderbar. Im Sommer verwende ich am liebsten die frischen Heidelbeeren direkt aus unserem Garten. In der übrigen Jahreszeit greife ich gerne auf TK-Beeren zurück.

 

Heidelbeer-Törtchen

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Zutaten

…für den Mürbteig

250 g Dinkelmehl (Type 1050)

120 g Kokosöl

1 EL Honig

1 EL Apfelmus

½ TL Salz

Schale von einer halben unbehandelten Zitrone

 

… für die Cashew-Creme

200 g Cashew-Kerne

Saft einer halben Zitrone

1 EL Honig

2 TL Kokosöl

 

… für den Belag

500 g frische Heidelbeeren

1 EL Honig

60 ml Wasser

½ EL Speisestärke

1 EL Wasser

 

Zubereitung

Die Cashew-Kerne über Nacht in Wasser einweichen.

Für den Mürbeteig alle Zutaten verkneten und eine halbe Stunde kühl stellen.

Den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen und in 8 Förmchen eines Muffinbleches (oder kleine Tarteförmchen) legen. Den Rand an den Seiten festdrücken. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad auf der 2. Schiene von unten (Umluft 180 Grad) 10-15 Minuten backen.

Für die Cashew-Creme die eingeweichten Cashew-Kerne abtropfen lassen und kurz abspülen. Zusammen mit den anderen Zutaten in einer Küchenmaschine auf höchster Stufe pürieren, bis eine feine Creme entsteht. Die Creme gleichmäßig auf dem abgekühlten Boden verstreichen.

Für den Belag die Heidelbeeren waschen. Für den Guss das Wasser in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Stärke in einem Schälchen mit 1 EL Wasser verrühren und unter Rühren im Topf geben und eine Minute weiterkochen, dabei ständig rühren. Dann die Heidelbeeren auf den Törtchen verteilen und den etwas abgekühlten Tortenguss darüber träufeln. Die Törtchen für etwa 2 Stunden kaltstellen.

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